Autor: sabinekarrer

  • Die neue Art des Journalismus?

    Wenn Journalismus sich nicht mehr mit Qualität vereinbaren lässt, dann wird es gefährlich. Wir fordern (berechtigt) mehr Bildung für das Land, aber so lange solche Artikel veröffentlicht werden, brauchen wir uns darum keine Sorgen zu machen. Dann ist es vermutlich sowieso hoffnungslos, quasi „End of Days“…

    aus: Kronenzeitung, 1.1.2010
    aus: Kronenzeitung, 1.1.2010
  • Das Kreuz mit dem Kreuz

    Weise Worte meines „kleinen“ Bruders: „Was wäre, wenn auf einmal in allen U-Bahnen Kreuze hängen würden, weil die Mehrheit der Benutzer der Öffis vermutlich Christen sind?“ Gute Frage, würde wahrscheinlich zu Unmut führen. Warum dann in Schulen und anderen öffentlichen Orten? Wenn mein lieber Papa im Krankenhaus liegt und das erste, was ich sehe, wenn ich in sein Zimmer komme, ein Kreuz ist, werde ich stutzig. Denn das Kreuz steht meiner Meinung nach nicht alleine für Frieden und Nächstenliebe, sondern auch für Kreuz(sic!)züge und Gewalt gegen Andersgläubige. Fakt ist für mich: Wenn Staat und Religion getrennt sind, dann haben religiöse Symbole im öffentlichen Raum nichts verloren! Jeder soll frei entscheiden, an was er/sie glaubt oder eben nicht. Ja, das richtet sich auch gegen die „Zwangstaufe“. Kein Baby/Kleinkind kann selbst entscheiden, ob es getauft werden will oder nicht. Ich konnte es nicht. Andere können es nicht. Der Kirche bringt es viel, dass ihre Schäfchen quasi „von alleine“ zu ihnen kommen. Müssten sie sich wirklich um ihre Schäfchen bemühen, dann müssten sie sich um einiges mehr anstrengen. Ich wäre gespannt – und so manch anderer vermutlich auch!!

  • Mittendrin statt nur dabei

    Tausende brave Staatsbürger waren am heutigen Nationalfeiertag unterwegs. Mittendrin auch ich. Wer von Demokratie spricht, sollte auch mal die Gebäude betreten haben, in denen sich diese (hoffentlich) abspielt. Die Stationen: Parlament – Heldenplatz – Außenministerium – Wissenschaftsministerium mit Flashmob von protestierenden Studierenden – Uni Wien/Audimax.

    Auch hiervon ein paar Impressionen für alle, die es verpasst haben:

  • Wenn Wiener das Land besuchen…

    Hochinteressantes tat sich beim alljährlichen Kürbisfest im Retzer Land. Eine Gruppe von Wienern mischte sich unter die Besucher – und fand Gefallen an Land, Leute und Kürbissen. Nur die Blasmusik blieb für die meisten gewöhnungsbedürftig.

    Hier ein paar Impressionen:

  • Posten statt Reden?

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    Können Facebook & Co wirklich "echte" Unterhaltungen ersetzen?

    Da gehe ich kränkelnderweise zum Billa ums Eck und komme mit einem Kopf voller Weisheiten zurück. Und da wusste ich: Es ist Zeit für eben diesen Blog.

    Kurzum: Früher war alles anders. Man ging zum Greißler ums Eck und neben dem Wurst-, Brot- und Eier-Kauf erzählte man sich kurz gegenseitig von seinem Tag. Ein paar Anekdoten, ein bisschen Frust ablassen – danach ging alles gleich besser von der Hand. Oder man besuchte seine Nachbarn, die von denen man heute oft kaum mehr den Vornamen kennt. Gleichzeitig gab es Marktplatz und Kirche für den wöchentlichen bzw. sonntäglichen Austausch von News, Tratsch und Meinungen.

    Und was ist heute? Wer gefrustet ist, schreibt eine Massen-E-Mail an alle, die ihn geärgert haben (könnten). Oder noch besser: Er schreibt eine Kurznachricht auf Facebook oder Twitter. Dann können es sowieso alle lesen und ihrerseits ihre Meinung dazu abgeben. Ob betroffen oder nicht – jeder kann seinen Senf dazu abgeben.

    Wer würde sich mitten auf der Straße in eine Diskussion zwischen Fremden einmischen? Nicht? Auf Facebook machen wir das täglich – ganz ohne Genierer. Ist ja schließlich öffentlich. Und wenn Menschen auf unserer Freundeslisten stehen, sind sie Freunde, richtig? Da kritisiert der Benni öffentlich seine Kollegen und meine Wenigkeit postet – natürlich! der Benni und ich sind ja auch im wahren Leben die besten Freunde – gleich darunter ihre Meinung zu seinem Problem. Um sie kurz darauf zu revidieren und mich zu entschuldigen. Denn eines ist klar: Eigentlich kennen der Benni und ich uns nicht wirklich und eigentlich sind wir keine Freunde. Spätestens jetzt werden wir es möglicherweise auch nicht mehr. 😉

    Das alles führte mich zur Frage: Kann Facebook wirklich den Greißler ums Eck ersetzen? Ist das überhaupt der Anspruch, den soziale Netzwerke erfüllen wollen? Wann haben wir aufgehört, miteinander zu sprechen? Und was ist mit menschlicher Wärme?

  • Holareidi! Wiens Hausberge rufen

    Es wird a Wein sein...
    Es wird a Wein sein…

    Eine hervorragende Idee war auch der dritte Wiener Weinwanderweg 2009. Da mitzugehen musste ich mir nicht zweimal sagen lassen. Immerhin führt die Straßenbahn fast direkt von zuhause nach Strebersdorf, dauert halt eine gute gute Stunde – und noch länger, wenn man auch noch im Aufzug der Wiener Linien stecken bleibt (danke für’s Befreien, auch wenn’s gedauert hat!). Entschädigt haben das wunderbare Herbstwetter, der tolle Ausblick vom Bisamberg auf die Stadt und der nur allzu köstliche Sturm von Wiener Weinreben (davon geh ich einfach mal aus). Mehr Fotos Weinwanderweg: http://www.wien.gv.at/umwelt/natuerlich/