Die Telefonate in der U-Bahn werden immer genialer. Bursch A zu wem-auch-immer: „Ja und auf Facebook bei City Ville, weißt eh… Schick ma das, dass ich mein Restaurant endlich eröffnen kann, oida.“
Euda.
Kategorie: Uncategorized
-
Abgefahren #2
-
ZUR ERSTEN, ZUR ZWEITEN…
Inmitten von Bauern und Händlern auf der einzigen Muschelauktion der Welt zu sein, ist eine Ehre. In Yerseke/NL ist das Ereignis allerdings kein allzu besonderes, immerhin findet die Auktion mehrmals (ich glaube zweimal) pro Woche statt. Dann laufen alle Muschelschiffe aus der Umgebung in den Königin-Juliana-Hafen ein, wo Muscheln zu Gold… naja Geld werden. Aus jeder Ladung werden Proben genommen, vermessen, gewogen usw. Hektisches Treiben. Nervosität. Werden die Muscheln den Ansprüchen der Händler gerecht werden? Letztere können an einer großen Tafel die Werte jeder einzelnen Ladung ablesen.
Im Auktionsraum finden sich immer mehr Menschen ein. Die Händler besetzen die ersten Reihen. Ich höre, es sei nicht gut, dass es immer weniger und dafür größere Zwischenhändler gebe. Das senke die Preise für die einzelnen Muschelbauern. Und auch die Händler können kaum zufrieden sein, betrachtet man teilweise die niedrigen Preise für Muscheln, die der Endverbraucher zahlt. Aber davon ist in dem großen Saal nichts zu bemerken.
Ein bärtiger (beim Durchsehen der Fotos fällt mir auf, dass er gar nicht bärtig ist, aber ich hatte ihn bärtig in Erinnerung. Also bleibt er bärtig.) Holländer eröffnet die Auktion. Jeder der anwesenden Händler kann mitbieten – am Ende erhält der Meistbietende den Zuschlag. Rund 30 Schiffe sind heute an der Reihe. Nach und nach werden sie aufgerufen. Immer wieder halte ich den Atem an. Und stelle an dieser Stelle fest, dass das nicht weniger spannend ist als ein Fußballmatch. Der Leiter der Auktion schlägt den Schlägel gegen die Glocke und ruft laut „Gesluiten!“ Was so viel heißt wie „Auktion beendet“. Es folgen der Name des Käufers und der Preis. „Unser“ Schiff ist im letzten Drittel an der Reihe. Bald danach verlassen wir die Auktion. Das ist der Unterschied zum Fußball: Heute muss ich nicht wissen, wie es ausgeht. „Wir“ haben nicht gewonnen. Aber auch in der Muschelzucht gibt es eben bessere und schlechtere Jahre.
[slideshow]
-
URLAUB AM (FAST-)MEER
Sie suchen Entspannung? Wo geht das besser als im rund 6000 Einwohner fassenden holländischen Städtchen Yerseke? So könnte eine Beschreibung dieses wunderbaren Ortes lauten. Tun manche wahrscheinlich sogar. Und sie haben Recht. Was aber ehrlich gesagt nicht nur an der Muschel- und Austernmetropole liegt, sondern vor allem auch an J. und K., die mich hier beherrbergen. Dazu muss man wissen, dass ich mit meiner Familie vor ca. 25 Jahren zum ersten Mal hier war. Und dann wieder und wieder, alle zwei bis drei Jahre. Yerseke ist so etwas wie meine zweite Heimat geworden. Nicht, weil ich so gut Holländisch spreche (Schande über mich, ich verstehe zwar einiges, aber sprechen… leider bis heute Fehlanzeige) oder hier so wahnsinnig viele Freunde habe, von J. und K. abgesehen. Aber weil ich mich wohl jedes Mal unglaublich frei gefühlt habe, wenn ich die Zeeland’sche Luft eingeatmet habe.
Weil ich hier blind zum Hafen und zum Strand finde. Zum einzigen Supermarkt im Ort. Und weil ich das Gesicht des Mannes, der im Haushaltswarengeschäft so ziemlich alles verkauft, immer wieder erkenne. Weil ich schon x-mal mit K.s Schiff mitgefahren bin, um zuzuschauen, wie sie die Qualität der Muscheln überprüfen oder einen Teil der Ernte einholen. Was ich seit jeher faszinierend finde. Weil ich nie vergessen werde, wie P. mich mitsamt der Leiter zurück in das Muschelbecken befördert hat, das wir als Schwimmbecken zweckentfremdet haben. Wie ich dabei gelacht habe. Weil ich hier das genialste Barbecue ever erleben durfte: auf einer Sandbank mitten in der Oosterschelde. Und weil ich hier jedes Mal O. treffe, den einzigen netten Franzosen, den ich in meinem Leben kennengelernt habe. Und wahrscheinlich überhaupt einen der nettesten und höflichsten Menschen, den es gibt. Und letztlich, weil ich die Oosterschelde sogar irgendwie als Meer anerkenne, obwohl es eigentlich keines ist. Einfach so, weil Yerseke cool ist. Zum Seele baumeln lassen, zum Entschleunigen und zum Wiederauftanken.
[slideshow]
-
IT’S A BEAUTIFUL DAY…
Für alle, die ebenso unmotiviert in der Arbeit sitzen und bei denen das Wetter draußen keine Sommerlaune aufkommen lässt:
♥
Farin Urlaub/Glücklich:
Bist du Fleischermeister, studierst du Medizin?
Bist du ein Zugereister oder kommst du aus Berlin?
Bist du Dominatrix oder doch eher devot?
Bist du Pianistin oder Hubschrauberpilot?Es ist egal, was du bist.
Hauptsache ist, es macht dich glücklich!
Es ist egal, was du bist.
Hauptsache ist, es macht dich glücklich!Bist du süchtig nach Liebe,
oder bist du Misanthrop?
Bist du vielleicht ein Model (ein Sex-Sex-Model),
oder eher ein Zyklop?Bist du gern im Schatten,
oder immer tief gebräunt?
Bist du ein Gourmet?
Bist du Imbissbudenfreund?Es ist egal, was du bist.
Hauptsache ist, es macht dich glücklich!
Es ist egal, was du isst.
Hauptsache ist, es macht dich dicklich!Lass dir bloß keinen Scheiß andrehen!
Das Leben ist schön!
Es ist egal, was du bist.
Hauptsache ist, es macht dich glücklich!Es ist egal, was Du fährst.
Solang‘ du noch klärst es hat ein Rücklicht!Und falls du mal kein Rücklicht hast,
dann nimm eine Taschenlampe♥
Beautiful Day/U2
The heart is a bloom
Shoots up through the stony ground
There’s no room
No space to rent in this townYou’re out of luck
And the reason that you had to care
The traffic is stuck
And you’re not moving anywhereYou thought you’d found a friend
To take you out of this place
Someone you could lend a hand
In return for graceIt’s a beautiful day
Sky falls, you feel like
It’s a beautiful day
Don’t let it get awayYou’re on the road
But you’ve got no destination
You’re in the mud
In the maze of her imaginationYou love this town
Even if that doesn’t ring true
You’ve been all over
And it’s been all over youIt’s a beautiful day
Don’t let it get away
It’s a beautiful dayTouch me
Take me to that other place
Teach me
I know I’m not a hopeless caseSee the world in green and blue
See China right in front of you
See the canyons broken by cloud
See the tuna fleets clearing the sea out
See the Bedouin fires at night
See the oil fields at first light
And see the bird with a leaf in her mouth
After the flood all the colors came outIt was a beautiful day
Don’t let it get away
Beautiful dayTouch me
Take me to that other place
Reach me
I know I’m not a hopeless caseWhat you don’t have you don’t need it now
What you don’t know you can feel it somehow
What you don’t have you don’t need it now
Don’t need it now
Was a beautiful day -
Holareidi! Wiens Hausberge rufen

Es wird a Wein sein… Eine hervorragende Idee war auch der dritte Wiener Weinwanderweg 2009. Da mitzugehen musste ich mir nicht zweimal sagen lassen. Immerhin führt die Straßenbahn fast direkt von zuhause nach Strebersdorf, dauert halt eine gute gute Stunde – und noch länger, wenn man auch noch im Aufzug der Wiener Linien stecken bleibt (danke für’s Befreien, auch wenn’s gedauert hat!). Entschädigt haben das wunderbare Herbstwetter, der tolle Ausblick vom Bisamberg auf die Stadt und der nur allzu köstliche Sturm von Wiener Weinreben (davon geh ich einfach mal aus). Mehr Fotos Weinwanderweg: http://www.wien.gv.at/umwelt/natuerlich/
