#stolzdrauf ?

Ich bin stolz auf das, was ich aus eigener Kraft erreicht habe. Stolz auf mein kleines, feines Unternehmen, stolz darauf, dass ich Familie und Freunde habe, die mich immer noch mögen, auch wenn ich (bedingt durch den ersten Punkt) chronisch überarbeitet bin und viel zu wenig Zeit für sie habe. Ich bin stolz darauf, wie jeder einzelne von ihnen das Leben meistert. Ich bin stolz darauf, wenn Engagement sich rechnet (liebe Freischreiber Österreich-Kollegen, es geht echt was weiter! ;)). Und und und. Nicht zu vergessen, dass ich tatsächlich zur Hälfte eine Stolz bin (Mädchenname meiner Mamsch).

Aber ich sehe noch immer nicht ein, warum ich auf mein Land stolz sein sollte. Ich habe schlichtweg Glück gehabt, dass ich in einem weitgehend friedlichen Land geboren wurde. Vielleicht ist „Stolz“ hier einfach der falsche Begriff. „Dankbar“ oder „glücklich“ wäre wohl idealer gewesen, aber das klingt natürlich nicht so knackig. (Allerdings wäre das nicht innerhalb weniger Stunden zu #strolzdrauf umgetextet worden. ;)) Schon klar, so viel Häme hat die Kurz-Aktion vermutlich wirklich nicht verdient, aber man darf ihr durchaus kritisch gegenüber stehen. Das verdient übrigens tatsächlich mein #dankbardafür : Dass ich in einem Land leben darf, in dem man Dinge kritisieren darf, ohne dafür mit einem Fuß im Gefängnis zu stehen. Das ist nicht selbstverständlich.

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