Happy New Year!

Die Froschkönigin war mal wieder im Kino. Genauer gesagt spontan mit einem lieben befreundeten Paar in der Spätvorstellung des UCI Milleniumcity. Ur gemütlich! Ein ganzer Kinosaal für sieben Menschen. Absolute Fußfreiheit war da noch die geringste Annehmlichkeit. 😉

Aja der Film. „New Year’s Eve“ (zu ‘deutsch’ „Happy New Year“, öhm…) haben wir gesehen: Ein super süßer, witziger Film mit einem grandios aussehenden Jon Bon Jovi (neben dem sogar Hollywood-Schönling Josh Duhamel untergeht!).

Und jetzt kommt das ABER: Bitte lasst mich doch in Ruhe mit diesen Schicksals-Spielchen, liebe Produzenten und Drehbuchautoren. Ist ja okay, dass Hillary Swank es gerade noch rechtzeitig schafft, ihren sterbenden Vater zu sehen, mit dem sie sich zerstritten hatte. Aber wie blöd ist bitte eine Frau, die ihren Traummann trifft und ihm dann mitteilt, er solle sie einfach nächste Silvesternacht an der gleichen Stelle wieder treffen, wenn er dann auch noch wolle?! Geh biiiitteee! Das ist genauso bescheuert, wie „Ich schreib einfach meine Telefonnummer in dieses Buch, geb’s her – und wenn du es irgendwann in einem New Yorker Antiquariat wieder findest, dann ruf mich doch an.“ Hallo?! Frau?!! Geht’s noch??!

So laut zeternd bin ich dann aus dem Kinosaal gegangen. Mit verstellten Stimmen, versteht sich, verschiedene Rollen und so. 😉 Aber ansonsten: Wirklich lieber Film, großartig besetzt (so großartig, dass für Alyssa Milano offenbar nur noch die Krankenschwestern-Nebenrolle geblieben ist) – anschauen! Wenigstens auf DVD/BlueRay, kommt eh bald raus (Genauer gesagt erst Ende des Jahres, also vielleicht doch noch rasch ins Kino gehen!).

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DVD-Tipp: The Blind Side

Verwunderlich finde ich es ja nicht, dass Sandra Bullock für „The Blind Side – Die große Chance“ einen Oscar eingeheimst hat. Sie spielt die Rolle der toughen Innenarchitektin und zweifachen Mutter so grandios, dass man denken könnte, ihr sei die Rolle auf den Leib geschneidert worden. Leigh Anne Tuohy (Sandra Bullock) und ihre wohlhabende Familie nehmen den 17-jährigen Michael Oher, der bisher von einer Pflegefamilie zur anderen weitergeschoben wurde, bei sich auf. Später übernehmen sie sogar die Vormundschaft für „Big Mike“, der oberflächlich betrachtet eigentlich gar nicht in ihre Welt passt. Gegen alle Widerstände setzen sie sich durch und helfen Michael schließlich nicht nur zum nötigen schulischem Erfolg, sondern auch zu einer großen Football-Karriere in der NFL.

Als große Zweiflerin kann ich es dagegen kaum glauben, dass „The Blind Side“ auf einer wahren Geschichte basieren soll. Ist aber so, es gibt eine Romanvorlage und der echte Michael hat tatsächlich in der NFL Karriere gemacht. Im Film wird er auch mehrmals mit seinen richtigen Adoptiveltern gezeigt. Warum ich es nicht wirklich glauben kann, ist ganz einfach: Weil Menschen im wahren Leben einfach selten bis nie so gut sind wie die Tuohys. Und die Leben von benachteiligten Menschen wie Michael selten nach oben verlaufen.

Jedenfalls kann ich nur empfehlen: Anschauen! Unbedingt!!

DVD „The Blind Side“ (dt. Titel: „Blind Side – Die Große Chance“)
USA, 2009
Regie und Drehbuch: John Lee Hancock
Mit: Sandra Bullock, Tim McGraw, Quinton Aaron, Kathy Bates u. a.

Offizielle Website

DVD-Tipp: Into the Wild

Titel: „Into the Wild“ / Erscheinungsjahr: 2007 / Länge: 148 Minuten / Regie: Sean Penn Drehbuch: Sean Penn, Jon Krakauer (Romanvorlage) / Produktion: David Blocker, Frank Hildebrand, John J. Kelly, Art Linson, Sean Penn, William Pohlad / Musik: Michael Brook, Kaki King, Eddie Vedder, Claude Chalhoub / Kamera: Éric Gautier / Schnitt: Jay Lash Cassidy / Besetzung: Emile Hirsch, Vince Vaughn, Marcia Gay Harden William Hurt, Jena Malone, Brian Dierker, Catherine Keener, Kristen Stewart, Hal Holbrook u. a.

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Schwer verliebt

Die Filmkritik lässt nicht auf sich warten. War mal wieder im Kino, schöner Abend, nichts dagegen zu sagen. Der Film… „Valentinstag“. Schwer kitschig natürlich, aber ein Riesen-Staraufgebot. Das Prinzip kennt man natürlich schon aus „Tatsächlich Liebe“: Viele Stars erscheinen in vielen verschiedenen Handlungssträngen, die sich am Ende glücklich zusammen fügen. Trotzdem: Ein netter Film, allerdings nicht zu empfehlen für gänzlich unromantische Zyniker (ich musste mich schon zusammen reißen, aber ein kleinwenig Romantik scheint doch noch in mir zu stecken ;)). Und weil ich es ohnehin nicht besser kann, zitiere ich br-online.de:

„Treffend und recht amüsant bekommt man vor Augen geführt, worum es am Valentinstag – vom Geschäft einmal abgesehen – geht: Um Liebe und Enttäuschung, Romantik und Rage, Kopulation und Diskretion. Leider will Marshall aber insgesamt zu viel, verrennt sich in überflüssige Erzählstränge und rettet sich in heiklen Momenten einfach ins bonbonfarbene Klischee – Zuckerguss inklusive. Egal. Valentinstag erwärmt die Gemüter. Und man erfährt, was der beste Love Song aller Zeiten ist: „Rock’n’Roll All Night“, das behauptet zumindest Alphonso (George Lopez). Reed widerspricht: Das ist doch ein Stripper-Song! Was beweist, dass in der Musik wie in der Liebe(-skomödie) die Geschmäcker verschieden sind.“ <– Eben. Und das ist auch gut so!

Wirklich gut ist übrigens die allerletzte Szene, bereits im Abspann: Wenn Julia Roberts durch Hollywood gefahren wird und der Chauffeur fragt, ob sie schon einmal am Hollywood-Boulevard war. „Ja, ich war hier mal einkaufen. Ein blöder Fehler, idiotisch.“ Kein Wunder, zeichnet sich doch der Regisseur von „Pretty Woman“ auch für „Valentinstag“ verantwortlich.

Also auf die Liebe – träumen wird man ja noch dürfen! 😉