Wenn ich sage, dass ich zumeist keine Angst habe, dass ich entsprechend agiere und reagiere, dann trifft das nicht automatisch für alle zu. Wir dürfen nicht immer davon ausgehen, dass alle so sind wir wir selbst. Vielleicht waren manche von uns schon immer selbstbewusst, das ist schön. Ich war es nicht immer und kann entsprechend nicht erwarten, dass in blöden Situationen jeder so reagiert wie ich es tue.
Kategorie: Blog
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Eine Armlänge – und wie genau verhindert das sexuelle Gewalt?
Nachdem Kölns Bürgermeisterin Henriette Reker vor ein paar Tagen erklärt hat, wie Frauen sich zu ihrem eigenen Schutz verhalten sollten (Stichwort: „eine Armlänge“), wollte ich schon was darüber schreiben. Ich hab’s dann doch nicht gemacht. Aber nachdem Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl gegenüber der Krone jetzt auch noch was zum Thema gesagt hat (Stichwort: „Frauen sollten nachts generell in Begleitung unterwegs sein“), frag‘ ich mich ernsthaft, was in dieser Gesellschaft falsch läuft.
Auch wenn ich zumindest bei Frau Reker gemutmaßt habe, ob sie sich nicht in ein echtes Wirrwarr geredet hat: Wem im Zusammenhang mit Köln und ähnlichen Vorfällen nichts anderes einfällt, als Frauen und Mädchen Verhaltensregeln aufzuzwingen, betreibt meiner Meinung nach Victim Blaming („Täter-Opfer-Umkehr“) vom Feinsten. Was soll uns das sagen?
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Mietzekatzen, ihr hattet eure 15 Minuten!
„In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.“
Vor mehr als vier Jahrzehnten prophezeite Andy Warhol, in Zukunft werde jeder für 15 Minuten berühmt sein können. Die Zukunft ist jetzt. Und aktuell sind Katzen die Helden der Stunde. „Katzen gegen Terror“ lese ich bereits seit den Morgenstunden in meinem Twitter-Newsfeed. Ja, eh. Fand ich gestern auch super. Aber nun meldet sich meine Allergie gegen die Samtpfoten wieder heftig.
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Angstlust? Gruppentrauern? Irgendwie wurde ja auch meine Welt getroffen.
Die Magdalena Miedl hat im Zusammenhang mit den Pariser Attentaten was über Angstlust, gemeinschaftliches Trauern und Nachrichten zwischen Horror und Melodram geschrieben. Ich komme nicht umhin, darauf zu antworten.
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Geschafft! Und weiter geht’s …
Drei Jahre. So lange bin ich inzwischen selbstständig. Konkret seit dem 1. April (kein Scherz ;)) 2012. Und ich darf sagen: Es wird nicht weniger mühsam, aber es wird immer besser, es macht immer noch mehr Spaß. Und zwar noch mehr als vor drei Jahren. Denn damals war nicht klar: Würde ich überhaupt so lange durchhalten? Habe ich genug Auftraggeber? Verdiene ich genug? Schaffe ich es, die Sozialversicherungsbeiträge im dritten Jahr zu zahlen, wenn sie rapide erhöht werden? Daran scheitern bekanntlich viele, wobei ich das Wort „Scheitern“ nicht negativ besetzen möchte. Denn es kann jedem passieren, dass es sich irgendwann nicht mehr ausgeht. Sei es durch Krankheit oder sei es, weil wir einfach in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit leben.
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Leb wohl, alter Freund!
(Vor einem Jahr geschrieben und es tut noch immer nicht weniger weh als damals. So ist es wohl, wenn ein sehr, sehr lieber Mensch aus dem Leben gerissen wird …)
Zuerst ist es lediglich ein Gerücht gewesen. Krankenhaus. Okay, das trifft jeden mal. Dann: „Er schaut wirklich sehr schlecht aus… Es schaut schlecht aus.“ Zwei Tage später: „Er soll verstorben sein, aber wir wissen es auch nur aus zweiter, dritter Hand.“ Wirklich ein Gerücht? Es gibt ja viele Menschen, die irgendetwas erzählen, weil sie irgendwo irgendetwas aufgeschnappt haben. Da muss man vorsichtig sein. Nachrichten an zig Leute geschickt, die ihn auch kennen. Leute, die ich teilweise nicht einmal selbst kenne. Niemand hat eine aktuelle Nummer gehabt, niemand hat es genau gewusst. Nur von dem Gerücht hatten die meisten gehört. Immer haben sie nur gesagt: „Wenn du irgendwas erfährst, bitte sag Bescheid.“
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#JeSuisCharlie #VienneEstCharlie
Der Tag nach der kaltblütigen Ermordung von mehr als einem Dutzend Menschen in und vor der Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo. Immer noch herrscht absolute Fassungslosigkeit. Bei mir, bei vielen. Und (zumindest bei mir) weitgehende Sprachlosigkeit.
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#stolzdrauf ?
Ich bin stolz auf das, was ich aus eigener Kraft erreicht habe. Stolz auf mein kleines, feines Unternehmen, stolz darauf, dass ich Familie und Freunde habe, die mich immer noch mögen, auch wenn ich (bedingt durch den ersten Punkt) chronisch überarbeitet bin und viel zu wenig Zeit für sie habe. Ich bin stolz darauf, wie jeder einzelne von ihnen das Leben meistert. Ich bin stolz darauf, wenn Engagement sich rechnet (liebe Freischreiber Österreich-Kollegen, es geht echt was weiter! ;)). Und und und. Nicht zu vergessen, dass ich tatsächlich zur Hälfte eine Stolz bin (Mädchenname meiner Mamsch).
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Ein Nachruf, den ich nie schreiben wollte, lieber Norbert… 🙁
Es gibt Momente im Leben, da steht plötzlich die Zeit still. Da sitzt man schluchzend und kettenrauchend am Balkon, schaut auf die in den Nachtstunden so ruhige Alte Donau und fragt sich: Warum? Man schreibt SMS, Facebook-Nachrichten, telefoniert stundenlang – und stellt fest: Man ist in seiner Trauer alles andere als alleine. Es scheint, als würde ein ganzer Bezirk um seinen im Alter von erst 51 Jahren verstorbenen Bezirksvorsteher weinen.
