Hab schon viele Namensvorschläge für meinen Familienzuwachs bekommen: Daisy Duck, Süß-saure (Ente), Bali-Mango (Ente) – wenigstens Gebratene (Ente) war bisher nicht dabei -, Tang(ente), Parla(mente), Ingrid, usw. Danke für die Ideen! Aber meine Ente ist tatsächlich eine Vampente (oder Gräfin Quakula, wie G. so schön meinte). Sonntag Abend,irgendwann nach 23 Uhr. Hatte ein paar Freunde eingeladen und irgendwann sind wir auf die blöde Idee gekommen, uns „Final Destination 3“ anzuschauen. Ja, schlechter Film, eh klar. Jedenfalls wird trotzdem irgendeine Art Spannung aufgebaut. Eine Gruppe Teenies steht des Nächtens im Baumarkt (wem auch immer das eingefallen ist), gleich wird irgendwer von Nägel durchbohrt werden (ja, ein bissi grauslich). Plötzlich gibt es draußen am Balkon einen Riesenkrach, die Gräfin hat beschlossen, auszufliegen. Alle: „Waaahhh!“ S.: „Das war die Ente! – (leise) Oder?“ Irgendwer: „Mach die Tür zu, nicht dass sie rein kommt.“ So viel zu meiner kleinen Vampente, die am Balkon lebt und des Nächtens ihre Flügel ausspannt, um Angst und Schrecken zu verbreiten. 😉
Und für alle, die es immer schon wissen wollten: Entenbabies werden häufig durch die Feuerwehr von Balkonen gerettet, weil sie wie Schwäne Anlauf nehmen müssten, um zu starten. Bin mir jetzt schon sicher, dass sie es trotzdem schaffen, wenn sie nach Mama Vampente geraten. Ich hoffe nur, dass sie dazu kein Menschenblut brauchen. *gg*
Das stelle man sich vor: Ich stehe in der Früh auf, will meine Balkonpflanzen gießen und was schaut mich da mit großen Augen an? Eine Stockente! Mich hat fast der Schlag getroffen. Wäre ich beschwipst gewesen, hätte ich mich wahrscheinlich wieder ins Bett gelegt und mir die Decke über den Kopf gezogen. 😉 Natürlich hab ich das nicht gemacht.
Die Stockente sitzt also noch immer zwischen meinen Balkonpflanzen. An der Stelle möchte ich nur erwähnen, dass ich im 7.(!) Stock wohne. 😉 Und bewegt sich keinen Zentimeter. Ist wohl beim Nestbauen oder gar schon beim Brüten, die Süße. Ich hab sie Holgersson getauft. Weiß auch nicht warum. Weder ist Nils eine Ente noch hat er eine Stockente. Aber mir gefällt der Name. 😉
Gestern noch Single, der nicht mal ein Haustier hat. Heute plötzlich Entenmama. Wenn jemand Tipps für mich hat, bin ich dankbar! Bis jetzt weiß ich nur so viel: Nicht angreifen (logisch), Schälchen Wasser steht dort und sonst in Ruhe lassen. Wie ich aber den gefiederten Nachwuchs dann irgendwann von meinem Balkon bekomme, ist mir grad völlig unklar. Aber bei einer Brutzeit von ca. einem Monat hab ich ja noch Zeit, mir Unterstützung vom Entenjugendamt aka Tierschutzverein oder Ähnlichem zu holen…
Willkommen im Club der lebensverändernden Maßnahmen! Neuer Job gefällig? Einfach zugreifen. Neues Outfit gefällig? Die Geschäfte sind voll davon! Neue Beziehung gefällig? Ein strahlendes Gesicht kann von Vorteil sein (dabei helfen z. B. Punkt 1 und 2). Alte Beziehung nicht mehr gefällig? Ansprechen und ändern. Wie schaut’s aus mit etwas mehr Spaß? Einfach ein paar Freunde anrufen und feiern gehen. Oder in eine Ausstellung. Oder ins Kino. Oder einfach nur gemeinsam zuhause bleiben. Neue Leute sollen her? Sich mit anderen zusammenschließen und eine Art Stammtisch zu veranstalten ist nicht die schlechteste Idee. In jedem Fall rausgehen und Chancen wahrnehmen. Wie schon der ehemalige deutsche Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt feststellte: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.” So gesehen: Hereinspaziert, hereinspaziert! Willkommen im Club der lebensverändernden Maßnahmen!
Auch eine Form von Mut: den Sprung ins kalte Wasser wagen!
Mut ist eine Göttin. Eine ägyptische, um genau zu sein. Darüber hinaus ist Mut laut Wikipedia noch eine Stadt in der Osttürkei, eine deutsche Zeitschrift, eine mittelalterliche Mengeneinheit und ein Titel aus Schuberts Winterreise. Die für uns Menschen allerdings wichtigste Bedeutung von Mut ist die, sich etwas zu trauen, auf die eigene Stärke zu vertrauen. „Nur Mut!“ heißt es deshalb auch so schön.
Aber Mut hat für jeden eine andere Bedeutung. An manchen Straßen brauchen wir Mut, um sie zu überqueren. Es kann Mut erfordern, jemandem die Meinung zu sagen. Andere beschwören ihren Mut, um den Bungee-Sprung zu schaffen oder die schwarze Piste bewältigen zu können. Kaum jemand kommt ohne Mut aus, wenn es darum geht, etwas Bestehendes, an das man sich gewöhnt hat, zu beenden. Zum Beispiel ein Dienstverhältnis oder eine Partnerschaft. Mut heißt auch, ein Risiko einzugehen. Und Mut erfordert viel Kraft. Aber wie aus einem Felsvorsprung nach einiger Zeit wieder eine Pflanze wächst, so entsteht auch aus einer abgeschlossenen Beziehung letztlich etwas Neues.
Für manche scheint es so einfach zu sein: Die alte Beziehung passt nicht mehr, also rasch etwas Neues suchen und das „Alte“ auslaufen lassen. Sie (hey, sind wir ehrlich, meistens ist es doch sie) wird sich schon früher oder später trennen. Dann wurde wenigstens niemandem weh getan. Stimmt aber nicht. Es schmerzt immer, eine Beziehung zu beenden. Aber Schmerz lässt irgendwann nach. Und eines Tages wacht man auf und ist bereit für etwas Neues. Die Zeit dazwischen kann ja gut dazu genutzt werden, wieder Ordnung im eigenen Leben zu schaffen.
Auch eine neue Aufgabe erfordert Mut. Zum Beispiel ein neuer Job. Selbst wenn es noch so hart ist: Der Stein, der vom Herzen fällt, kann groß sein. Seid vor einem Erdbeben gewarnt: Je länger die Entscheidung aufgeschoben wurde, umso größer ist in der Regel der Stein. Ich will nicht arrogant erscheinen: Der Job, in dem sich jemand etwas aufgebaut, wird kaum von einem Tag auf den nächsten hingeschmissen werden. Gemeinsames Haus, Auto, Haustier… es ist nicht einfach. Gemeinsame Kinder, oh Gott! Deshalb erfordert es ja auch Mut, eine solche Entscheidung zu treffen. Weil wir Menschen sind und keine Eisklötze. Es kann eine Schlacht werden, aus der man verletzt, aber am Ende gestärkt heraus geht. Dafür gibt es auch die guten Freunde. Die, die meist schon vor uns wissen, wann es vorbei sein sollte. Die das früher oder später auch sagen – oder auch nicht, aber dafür insgeheim mitfiebern, bis man eine Entscheidung getroffen hat.
Noch einfacher könnte man Mut mit Theodor Fontanes Worten beschreiben: „Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut.“
Mut ist eine Göttin. Eine ägyptische, um genau zu sein. Darüber hinaus ist Mut laut Wikipedia noch eine Stadt in der Osttürkei, eine deutsche Zeitschrift, eine mittelalterliche Mengeneinheit und ein Titel aus Schuberts Winterreise. Die für uns Menschen allerdings wichtigste Bedeutung von Mut ist die, sich etwas zu trauen, auf die eigene Stärke zu vertrauen. „Nur Mut!“ heißt es deshalb auch so schön.
Aber Mut hat für jeden eine andere Bedeutung. Manche brauchen Mut, um morgens das Haus zu verlassen. An manchen Straßen brauchen wir Mut, um sie zu überqueren. Es kann Mut erfordern, jemandem die Meinung zu sagen. Kaum jemand kommt ohne Mut aus, wenn es darum geht, etwas Bestehendes, an das man sich gewöhnt hat, zu beenden. Zum Beispiel ein Dienstverhältnis oder eine Partnerschaft. Mut heißt auch, ein Risiko einzugehen. Und Mut erfordert viel Kraft. Aber wie aus einem Felsvorsprung nach einiger Zeit wieder eine Pflanze wächst, so entsteht auch aus einer abgeschlossenen Beziehung welcher Art auch immer letztlich etwas Neues.
Für manche scheint es so einfach zu sein: Die alte Beziehung passt nicht mehr, also rasch was Neues suchen und das „Alte“ auslaufen lassen. Sie (hey, sind wir ehrlich, meistens ist es doch sie) wird sich schon früher oder später trennen. Dann wurde wenigstens niemandem weh getan. Stimmt aber nicht. Es schmerzt immer, eine Beziehung zu beenden. Aber Schmerz lässt irgendwann nach. Und eines Tages wacht man auf und ist bereit für etwas Neues. Die Zeit dazwischen kann ja gut dazu genutzt werden, wieder Ordnung im eigenen zu schaffen.
Auch eine neue Aufgabe erfordert Mut. Zum Beispiel ein neuer Job. Aber auch da ist die Devise der Autorin: Sofern möglich, zuerst das Alte beenden. Vor allem, wenn der Stein, der damit vom Herzen fällt, wirklich groß ist. Aber seid vor einem möglichen Erdbeben gewarnt: Je länger die Entscheidung aufgeschoben wurde, umso größer ist in der Regel der herabfallende Stein. Und ich will dabei nicht arrogant erscheinen: Der Job, in dem sich jemand etwas aufgebaut, wird kaum von einem Tag auf den nächsten hingeschmissen werden. Gemeinsames Haus, Auto, Haustier… es ist nicht einfach. Gemeinsame Kinder, oh Gott! Deshalb erfordert es ja auch Mut, eine solche Entscheidung zu treffen. Weil wir Menschen sind und keine Eisklötze.
Aber jeder von uns hat einen natürlichen Sensor zu wissen, wann besser Schluss sein sollte. Bei was auch immer. Und dann gibt es auch noch die guten Freunde. Die, die meist sowieso schon vor uns wissen, dass es eigentlich vorbei sein sollte. Die das früher oder später auch sagen – oder auch nicht, aber dafür insgeheim mitfiebern, bis man selbst eine Entscheidung getroffen hat.
Einfacher könnte man Mut aber auch mit Theodor Fontanes Worten beschreiben: „Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut.“
Freitag, 19:00 Uhr, U1 Praterstern. Die Frisur hält. Dienstag, 18:50, U1 Karlsplatz. Die Frisur hält. Fraglich nur, wozu die Frisur halten soll, wenn ich mal wieder wegen eines schadhaften Zugs im Bahnsteig bleiben muss. Und warten muss. Worauf eigentlich? Auf Godot? Oder wenn ich zu Fuß über die Reichsbrücke humpeln muss (für die Verletzung können die Verkehrsbetriebe freilich nichts, das muss ich ihnen zu Gute halten), weil gar nichts mehr geht. Gut, dass die Brücke nicht eingestürzt ist – oder ich nicht in der Leopoldau wohne (wofür die Verkehrsbetriebe im Übrigens genauso wenig können, auch das sollte klar sein). Taxis gibt’s natürlich grad keine. Die paar haben sich die Leute gekrallt, die nicht wie Lemminge auf Weiterfahrt (auf das Wunder!) gewartet haben.
Dass es zusätzlich leicht beunruhigend ist, via Handy vom Informanten (aka Bruder) zu erfahren, dass in Kaisermühlen der angeblich schadhafte Zug steht, der gerade von der Mannschaft dreier Feuerwehrzüge in Beschlag genommen wird, dass im Hintergrund ständig dieses ätzende Sirene heult, dass der Stationsbereich durch die Polizei mit Absperrbändern(!) vor wahnsinnigen, einfach-dringend-irgendwo-hin-müssenden Fahrgästen geschützt wird… Naja, war dann wohl doch nix.
Liebe Wiener Linien, bitte tut was für eure treuen Fahrgäste (und um es in euren Worten auszudrücken „FahrgästInnen“)! Schafft neue U-Bahn-Garnituren an – oder steht von mir aus dazu, dass die Bauarbeiten rund um die U2 schuld daran sind. Aber redet! Bitte! „Dieser Zug muss eingezogen werden“ (samt dazugedachtem „Euda“) und „Hier ist Endstation, alle aussteigen, der Zug fährt wieder in die andere Richtung“ (wenn ich von der Vorgartenstation nicht wirklich eine Alternative außer Taxi oder verzweifelte Anrufe bei autofahrenden Freunden habe) sind per se nicht wirklich Aussagen!
Dienstag, 19:25 Uhr, Kaisermühlen. Endlich raus aus der U-Bahn. Die Frisur hält (erstaunlicherweise noch immer). Mir wurscht. Ich will, dass meine Jahreskarte ihr Geld wert ist. Wenn schon alles andere keinen Wert hat.
P.S: Wenn ich schon zum wiederholten Mal über 30 Minuten für eine Strecke von nicht mal zehn Minuten brauche, hätte ich mir beim Aussteigen wenigstens Sekt und Brötchen erwartet. Vielleicht beim nächsten Mal?
„Gemeinde legte sich quer: Abschiebung verschoben“ – so lautet eine heutige Schlagzeile, die leider zwischen anderen ein wenig untergeht. Dabei verdient diese kleine Schlagzeile mehr. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Zivilcourage in unserer Gesellschaft vielerorts doch noch groß geschrieben wird. Eine Gemeinde spricht sich dafür aus, das eine scheinbar gut integrierte Familie in ihrem Kreis bleiben soll. Stellen sich damit Menschen über Gesatze? Ja – und das ist auch gut so. Denn Menschlichkeit muss immer über Gesetzen stehen. Und Menschen sollten immer menschlich handeln, wenn in ihrem Umfeld Unmenschliches passiert. Farbe bekennen lautet das Schlagwort. Schaut nicht weg, wenn um euch herum Dinge passieren, die euch widerstreben.Wir sind die Gesellschaft, wir sind der Staat. Wir müssen uns nicht alles von oben diktieren lassen. Auch wenn das jetzt noch so „links“ klingt (und ein Stück weit so gemeint ist, ich steh‘ dazu): Wer einmal selbst erlebt hat, wie viele rund um ihn herum einfach nur zugeschaut haben, wie vor ihren Augen Unrecht passiert ist, würde den Menschen in dieser Gemeinde wohl verständlicherweise einen Orden verleihen wollen.
Update: Guido Tartarotti vom Kurier und ich sind einer Meinung – schön! (mich lesen zwar weniger, aber ich war trotzdem früher dran ;))
Aus dem KURIER vom 28.02.2010:
Courage
Die Zeit der Kulturskandale scheint vorbei zu sein. Das „Moser“-Stück in der Josefstadt regte niemanden auf. Die Kritik verriss es einhellig, allerdings nicht wegen seiner behaupteten historischen Brisanz, sondern weil es langweilig ist. Und der Versuch der Wiener FPÖ und mancher Medien, die (nicht subventionierte) Swingerclub-Installation in der Secession zum Kampagnisieren zu nützen, verdunstete im öffentlichen Desinteresse. Interpretieren wir das einfach einmal als erfreuliches Symptom wachsender ziviler Gelassenheit.
Fast unbeachtet hat sich dieser Tage etwas ganz anderes abgespielt: In einem bemerkenswerten Akt des kollektiven Ungehorsams haben die Einwohner eines vorarlbergischen Dorfs die Abschiebung (aufgrund eines Formalfehlers) einer bestens integrierten Familie verhindert. Das ist viel wesentlicher als die Diskussionen um ein schwaches Theaterstück oder künstlerisch wertvolles Gruppen-Ausgreifen im Museum. – GUITAR
Ich gebe zu: Ich bin nicht besonders romantisch. Wenn dann schon ganz tief in mir drin. Irgendwo muss eine kleine Romantikerin verborgen sein, sonst würde ich mich kaum über Männer beschweren, die in den ersten paar Wochen ab und zu Blumen mitbringen, um es spätestens nach dem Satz „Also sind wir jetzt z’am…“ nie wieder zu machen. ABER auch eine vielleicht noch so unromantische Sabine wird weich, wenn der Frühling einsetzt. Sonntag war es so weit. Wie konnte mir bloß nicht auffallen, wie sehr mir die Sonnenstrahlen gefehlt haben und wie viele Geräusche mir in den tristen Monaten abgegangen sind?
Plötzlich lebt alles wieder. Ich auch. Ich verlasse in der Früh lächelnd das Haus, strahle, wenn unterm Bürofenster die Kinder im Hof spielen, reagiere selbst auf die allerdümmsten Fragen und Aussagen mit einem vielsagenden Lächeln. Der Busfahrer zwinkert mir freundlich zu (liegt es an meiner fast schon aufdringlichen Fröhlichkeit? Er sieht mich ja das ganze Jahr über…). Selbst in der vollgestopften U-Bahn finde ich alle Mitreisenden äußerst nett (na gut, nicht alle, aber fast alle) und mit einem Riesen-Grinser steige ich am Abend wieder aus dem Bus. Es riecht so, wie es riecht, kurz bevor ein Sommerregen auf uns herunter prasselt. Verdammt, ich bin Raucherin, warum rieche ich sowas überhaupt? Meine Nase ist für sowas doch gar nicht mehr geschaffen… Also wenn das Frühlingsgefühle sind, hätte ich die bitte gerne das ganze Jahr über. Oder in kleinen Dosen vom Arzt verabreicht. Der wäre dann vermutlich reich…
Die Filmkritik lässt nicht auf sich warten. War mal wieder im Kino, schöner Abend, nichts dagegen zu sagen. Der Film… „Valentinstag“. Schwer kitschig natürlich, aber ein Riesen-Staraufgebot. Das Prinzip kennt man natürlich schon aus „Tatsächlich Liebe“: Viele Stars erscheinen in vielen verschiedenen Handlungssträngen, die sich am Ende glücklich zusammen fügen. Trotzdem: Ein netter Film, allerdings nicht zu empfehlen für gänzlich unromantische Zyniker (ich musste mich schon zusammen reißen, aber ein kleinwenig Romantik scheint doch noch in mir zu stecken ;)). Und weil ich es ohnehin nicht besser kann, zitiere ich br-online.de:
„Treffend und recht amüsant bekommt man vor Augen geführt, worum es am Valentinstag – vom Geschäft einmal abgesehen – geht: Um Liebe und Enttäuschung, Romantik und Rage, Kopulation und Diskretion. Leider will Marshall aber insgesamt zu viel, verrennt sich in überflüssige Erzählstränge und rettet sich in heiklen Momenten einfach ins bonbonfarbene Klischee – Zuckerguss inklusive. Egal. Valentinstag erwärmt die Gemüter. Und man erfährt, was der beste Love Song aller Zeiten ist: „Rock’n’Roll All Night“, das behauptet zumindest Alphonso (George Lopez). Reed widerspricht: Das ist doch ein Stripper-Song! Was beweist, dass in der Musik wie in der Liebe(-skomödie) die Geschmäcker verschieden sind.“ <– Eben. Und das ist auch gut so!
Wirklich gut ist übrigens die allerletzte Szene, bereits im Abspann: Wenn Julia Roberts durch Hollywood gefahren wird und der Chauffeur fragt, ob sie schon einmal am Hollywood-Boulevard war. „Ja, ich war hier mal einkaufen. Ein blöder Fehler, idiotisch.“ Kein Wunder, zeichnet sich doch der Regisseur von „Pretty Woman“ auch für „Valentinstag“ verantwortlich.
Also auf die Liebe – träumen wird man ja noch dürfen! 😉
Ein Ziegelstein hat mehr facebook-Fans als Strache. Alle reden und schreiben darüber. Ich auch. Warum? Weil das Hoffnung gibt. Kleine (anonyme) Menschen setzen kleine (punktgenaue) Maßnahmen und erreichen so via Medien die Massen. Selbst PR-Profis müssen den Erfolg der Aktion wohl neidlos anerkennen.
Ein Nadelstich in Straches Ego? Hoffentlich. Er hat Erfolg, weil er gegen Minderheiten hetzt. Nun hat eine Gruppe gegen ihn Erfolg, indem sie nicht hetzt, sondern Humor als Waffe einsetzt. Und das auch noch ohne Führer am Ruder. Ja, Heinz-Christian, so geht es auch. Bleibt zu hoffen, dass sich der oder die Initiatoren der Gruppe nie zu erkennen geben. Erstens hängt der überraschende Erfolg wohl auch ein Stück weit damit zusammen, dass hier niemand einer Person nach dem Mund redet, sondern die Sache per se unterstützt. Und zweitens kennen Strache und seine Schergen möglicherweise andere Wege, Kritiker mundtot zu machen. Zumindest ist zu vermuten, dass Strache, Kickl und Co die kleinen Nadelstiche schmerzen und sie vor Wut toben, bevor sie sich am Opernball wieder strahlend (mei, die schönen blauen Augen, Bledsinn!) ihrer Fangemeinde präsentieren.
Eine größere Diskussion gestern hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist gegen Menschen wie Strache und Kickl, gegen intolerante und rechte Politik Flagge zu zeigen. Die „anderen“ machen das ständig, erheben also auch wir unsere Stimme (natürlich auf unsere Art, nicht auf „Daham statt Islam“-Art)! Oder wollen wir in einer Welt leben, wo Einzelbeispiele zu Realitäten werden? Wo Ausländer Sozialschmarotzer sind, der fiese Autoverkäufer gleich mal als „Kameltreiber“ tituliert wird (eh kloa, die sind ja alle so), in der jemand gleich mal als intolerant hingestellt wird, weil er Meinungen rechts von der Mitte so nicht hinnehmen kann/will und in der „Gutmensch“ für die meisten ein Schimpfwort ist. Liebe Freunde, intolerant bin ich glaub ich nicht. Aber ich wünsche mir, dass einzelne negative Begegnungen nicht zu „eh scho wissn, so ist es ja wirklich immer“-Wahrheiten werden, dass wir Bezeichnungen wie „Kameltreiber“ prinzipiell aus unserem Wortschatz streichen, dass wir wohl die israelische Regierung kritisieren können, sicher aber nicht DIE Israelis, und dass auch dem letzten endlich klar wird, dass Moslems NICHT diejenigen sind, die Flugzeuge entführen und Gebäude in die Luft sprengen. Achten wir wieder ein bisschen auf unsere Sprache und beten wir wenn schon – bitte!!! – den Ziegelstein an, aber sicher nicht den Strache.