Kategorie: Blog

  • Wiens „Surfers Paradise“ an der U2

    Das wake-up ist der schönste Platz der Welt! Okay, slow down… aber es ist definitiv einer der schönsten Plätze im sommerlichen Wien. Dann hätte ich es gerne dreimal täglich: zum Frühstück, zum Mittagessen und zum Abendessen. Und zwischendurch – einfach so. Den ganzen Tag lang. Chillen, Cocktails in der Sonne genießen, sich den Bauch mit wunderbaren Mahlzeiten und Snacks abseits von Wiener Schnitzel und Cevapcici vollschlagen (probiert den Caesar Salad, er ist anders, als man ihn kennt, aber der beste, den es gibt!), den Wasserskifahrern am angrenzenden Lift zujubeln, die hübschen Beachboys und -girls beobachten und am Abend zuschauen, wie die untergehende Sonne den Himmel rot färbt.

    Es gibt eigentlich keinen Grund, das wake-up auf der Donauinsel (Nähe U2-Station Donaustadtbrücke) nicht zu lieben! Selbst der Bundeskanzler war schon mal hier. Damals durfte ich mit ihm an einem Tisch speisen. Und weil es mitten im Winter, gab es eben Maroni und Punsch statt Surf and Turf und Mojito. Auch sehr romantisch im Kerzenschein.

    Mein Sommer-Paradies

    Ihr habt es wahrscheinlich schon bemerkt: Beim Wasserskilift meines aktuellen Lienlingslokals gibt es gar keine Surfer. Die gehen ihrem Hobby – wenn überhaupt – weiter unten an der Neuen Donau nach. Aber das macht nichts. So stelle ich es mir eben vor, wenn man am Strand von „Surfers Paradise“ sitzt und das süße Leben genießt. Mein süßes Leben, meine Träume, mein Paradies!

    Strandbar & Restaurant wake-up

    22., Am Wehr 1, Neue Donau

    Tel. Restaurant: (01) 202 51 23,
    Tel. Wakeboardlift: 0676 518 27 11

    Das Wake-up hat übrigens auch eine der schönsten Websites, die ich kenne: wakeup.at

  • Best of Balkonente

    Wir erinnern uns: Frühsommer 2010, mein Balkon, eine Ente. Aus der einen Ente wurden eines Tages neun, süß, putzig, aber irrsinnig schmutzig. Ausgesetzt an der Alten Donau waren sie seitdem nicht mehr gesehen.

    Tja, was soll ich sagen… Sie lebt augenscheinlich, ist schon wieder trächtig und weckt mich neuerdings alle paar Tage, indem sie auf meiner Balkonbrüstung steht, vor sich hinquakt und mit aller Gewalt versucht, sich hier wieder häuslich niederzulassen. Aber nein, liebe Ente, den Kampf gewinne heuer ich. Ich such mir lieber Mitbewohner, die auch Miete zahlen. So schaut’s nämlich aus, pah!

    Dafür schenkt man mir seitdem immer wieder lustige Enten-Geschenke. Damit mir der Abschied nicht gar so schwer fällt. 😉

    Das hier hätte ich gerne noch:

    Und das waren die Teufelstauben-Babys, die hier zwischenzeitlich auch geboren wurden:

    Liebe Enten, liebe Tauben, es langt. Sucht euch ein eigenes Zuhause. Verdammt… 😉

  • Abgefahren #2

    Die Telefonate in der U-Bahn werden immer genialer. Bursch A zu wem-auch-immer: „Ja und auf Facebook bei City Ville, weißt eh… Schick ma das, dass ich mein Restaurant endlich eröffnen kann, oida.“
    Euda.

  • M.

    Es ist jedes Jahr das Geiche: Ich finde jemanden, der mit mir zum Zentralfriedhof fährt. Ich verlaufe mich zwischen den Urnengräbern, bin nah am Verzweifeln, finde es aber doch immer wieder, wenn auch nicht auf Anhieb. Ich setze mich davor, rauche eine Zigarette und führe ein für andere vielleicht seltsam anmutendes Gespräch. Mit M. Ein Mensch, der weit länger aus meinem Leben verschwunden ist, als ich ihn überhaupt kannte. Jemand, der trotzdem weit präsenter in meinem Leben geblieben ist, als es manch andere je könnten.

    Ich war nie verliebt in M. Eigentlich weiß ich nicht mal, wieso ich es nie war. Er sah gut aus, war lustig, offen, sympathisch. Ich mochte ihn als Menschen. Einfach für das, was er war. Wir hatten einen tollen Sommer – und als der zu Ende war, war es auch sein Leben. Zerschmettert in vielen Metern Tiefe. Das Warum konnte niemand verstehen. Depressionen sollen es gewesen sein. Ein Grund, ja. Aber keiner, der das Verstehen einfacher macht.

    Als es passiert ist, hatte ich gerade einen netten Abend mit Freunden. Aber als ich „es“ am nächsten Tag erfahren habe, war der tolle Sommer schlagartig zu Ende. Als M. den Kampf eine Woche später endgültig verloren hatte (oder „gewonnen“ – ich hoffe bis heute, dass er die Entscheidung wenigstens wieder so getroffen hätte…), hat das ein tiefes Loch in mein Leben und in das vieler anderer gerissen. Allen voran in das seiner Familie.

    M. war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Die meisten Menschen hätten meine Person damals mehr hinterfragt. Er hat mich so genommen, wie ich war. Dass er sich selbst nicht einfach so annehmen konnte, hatte ich nicht geahnt. Menschen wie M. sind selten. Ich kenne nur wenige. Wenn er mir etwas hinterlassen hat, dann mit Sicherheit das, dass ich seitdem umso mehr versuche, einfach ich zu sein. Let it be. Dass ich das Leben gierig einsauge, weil es zu wertvoll ist. Dass ich versuche, da zu sein, auch wenn ich nicht immer weiß, ob ich genau genug hinhöre.

    Und ich werde Coldplays „In my Place“ nie ganz unbedarft hören können. M.s Freunde haben sich damit von ihm verabschiedet. Aber ich höre es gerne. Es erinnert mich an eine schöne Zeit und einen außergewöhnlichen Menschen. Und an das Ende eines Sommers, an dem ich wohl ein bisschen erwachsener geworden bin. Auch wenn ich damals lieber einfach aufgewacht wäre…

    Vielleicht warte ich heuer nicht bis August…

  • Luftschlösser

    „Luftschlösser lassen sich leicht aufbauen, aber schwer abreißen.“ – Ist es am Ende die Angst davor, die Luftgebilde irgendwann nicht mehr los zu werden, die die meisten Menschen davon abhält, ihr Leben kreativ zu meistern? Was ist gegen ein paar bunte Luftschlösser oder auch -paläste einzuwenden? Was ist falsch daran, sein Leben in die Hand zu nehmen und glücklich zu sein? Warum sollte es besser sein, anderen regelmäßig gut dosiert Stiche zu verpassen, als einmalig eine schmerzhafte Entscheidung zu treffen und allen Beteiligten eine bessere Zukunft zu ermöglichen?

    An alle, die nicht mehr an Luftschlösser glauben: Eines Tages, da werdet ihr ungefähr 80 oder 90 Jahre alt sein, werdet ihr in einem tristen Altersheim mit weiß gestrichenen Wänden und pistaziengrüner Bettwäsche liegen. Ihr werdet an euer Leben zurück denken und euch fragen: Soll das alles gewesen sein? Wäre ich glücklicher gewesen, wenn ich mich gegen den gut bezahlten, aber langweiligen Job entschieden hätte und ein Risiko eingegangen wäre, um meinen beruflichen Traum zu verwirklichen? Wäre ich mit einem anderen Partner möglicherweise besser dran gewesen? Hätten es unsere Kinder einfacher gehabt, wenn sie nicht jahrelang unter dem emotionslosen Anschweigen ihrer Eltern gelitten hätten? Warum bin ich nicht in den Süden gezogen, obwohl ich das Klima hier mein Leben lang gehasst habe? Was hinterlasse ich dieser Welt eigentlich? Habe ich mein Leben wirklich so gelebt, wie ich es mir als Kind selbst versprochen habe? Habe ich mich selbst so geliebt, wie ich es verdient gehabt hätte?

    Seid kreativ, gestaltet!

    Hört auf, mühevoll eure Luftschlösser abzureißen, bevor ihr sie überhaupt fertig gebaut habt! Macht was aus eurem Leben, nutzt das Hier und Jetzt. Gebt euch nicht mit dem Wenigen ab, das euch zufliegt, sondern macht euer Leben bunter. Gestaltet, seid kreativ, seid mutig! Selbst wenn das heißt, manchmal auch schmerzhafte Entscheidungen treffen zu müssen – für euch selbst und für andere. Nur so kann aus einem Luftschloss auch Realität werden.

    Und wenn ihr jetzt sagt: „Hä, die spinnt doch!“, dann lebt euer tristes Leben eben die nächsten 50 Jahre weiter – aber lasst bloß die Finger von meinen Luftschlössern, sonst werde ich zur Furie. Und zwar ganz real, nicht im erträumten oder herbei gesehnten Sinne. 😉

  • Abgefahren #1

    Rrring rrrrring… „Also wenn du das machst, dann brauchst mich nie wieder anrufen! Nie wieder! Hörst du?!? Niiiiiiieeeee wieder!!“ Aufleg. Rrrrrrring rrrrrrriiiiiing… „Nein verstehst, nie wieder! Meld dich nie mehr! Es ist aus!!!! Tschüsss!“ Zapp… Ab in die Wirklichkeit. „Stephansplatz… Umsteigen zu den Linien…“ Moment, das IST die Wirklichkeit. Manchmal ist so eine U-Bahn-Fahrt doch unterhaltsamer als es eine Soap jemals sein könnte…

  • Nicht mal ein bisschen

    Aus äußerst aktuellem Anlass – DAS Gedicht aus „10 Dinge, die ich an dir hasse“. Bin nur nicht überzeugt, dass es im wahren Leben auch ein Happy End gibt…

    Ich hasse es wie du mit mir sprichst
    und deine komische Frisur,

    ich hasse es wie du Auto fährst
    und deine ganze Machotour.

    Ich hasse deine Art mich anzuglotzen
    und dich ständig einzuschleimen.

    Ich hasse es so sehr, ich muss fast kotzen,
    noch mehr als bei diesen Reimen.

    Ich hasse es wenn du Recht behältst
    und deine Lügerei.

    Ich hasse es wenn du mich zum Lachen bringst
    noch mehr als meine Heulerei.

    Ich hasse es wenn du nicht da bist
    und dass du mich nicht angerufen hast.

    Doch am meisten hasse ich,
    dass ich dich nicht hassen kann…
    …nicht mal ein bisschen,
    …nicht mal ein wenig,
    …nicht einmal fast.

  • U2s Bloody Monday in Wien

    Kaum war das U2-Konzert vorbei, musste man sich zwangsläufig wieder einmal fragen, warum Wiener keine g’scheiten Events veranstalten können… Dabei rede ich noch gar nicht von der schlechten Tonqualität im Praterstadion, sondern vielmehr von der Tatsache, nach maximal 15 Minuten aus dem Stadion vertrieben zu werden, obwohl die Gastronomen noch brav ihr Bier ausgeschenkt haben (war ihnen wohl auch nicht Recht, das Ganze). Aja und sogar vom Klo hätten sie uns gezerrt, wenn wir uns nicht gewehrt hätten!

    Am besten war überhaupt der Ton dieser Pseudo-Securities, denn der macht schließlich die Musik. Und die haben an dem Abend tatsächlich und wirklich NUR U2 gemacht. Und sogar ein bisschen OneRepublic, über die ich vorher so viel geschimpft hatte. Waren aber gar nicht mal so übel. 😉 Uuuuuuund… wie schon erwähnt U2!!!!! War vielleicht nicht ihr bestes Konzert, nicht ihre beste Show, okay fürs Wetter konnten sie nichts… Aber ich bin froh, dabei gewesen zu sein! (und durchgesetzt zu haben, dass ich für 70 Euro auch NACH dem Konzert aufs Klo gehen durfte ;))) Die Heimfahrt mit der U2, die war allerdings… lange, schwierig und fast unmöglich… Wien kanns halt nicht, zumindest in der Größenordnung, tut mir echt leid… Oder um aus den Fernsehnachrichten zu zitieren: „U2 waren wohl schneller wieder in ihrem Flugzeug als die Konzertbesucher zuhause.“

    Ein paar Impressionen vom U2-Konzert in Wien:

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  • Doppelte U2-Nachwehen

    Morgen werde ich an dieser Stelle berichten, wie das „U2“-Konzert war. Versprochen. Heute muss ich nur mal meinen Frust über die miese Organisation loswerden. Die bestand nämlich offenbar darin, nichts zu tun. Bzw. am Veranstaltungsort, dem Praterstadion, die Besucher möglichst schnell loszuwerden, und am anderen, der U2-Station „Stadion“ die Menschen möglichst lange wie Vieh zusammenzuhalten und bloß nichts zu unternehmen, um die Leute auf kürzestem Weg nachhause zu schicken.

    Kein Bier, kein Klo, keine U-Bahn

    Dabei hatten wir uns noch für ach so schlau gehalten, uns nach dem Konzert gemütlich ein letztes Bier zu genehmigen und erst mal die Massen ziehen zu lassen. Um dann erst beinahe samt Bier und dazugehörigem Pfandbecher aus dem Stadion geworfen zu werden (Security: „Ihr müsst da jetzt weg.“ Wir: „Wenn ihr uns sagt, wohin.“ S: „Am besten ganz raus. Harrharr.“, danach aus der Warteschlange am Klo fast entfernt zu werden (Security: „Raus mit euch, wir machen jetzt zu.“ An dieser Stelle erwähne ich der Vollständigkeit halber, dass das Konzert zu diesem Zeitpunkt maximal 15 Minuten vorbei war. Wir: „Sorry, aber wir warten da jetzt schon ewig, könnt ihr bitte noch so kurz warten?“ S: „Sag mal, ich glaub ihr hört schlecht. Geht jetzt. Sofort!“ Aber wir haben uns durchgesetzt, weil wir einfach nicht weggangen sind. Um ehrlich zu sein hätte es mich gar nicht gewundert, wenn diese blöden so genannten „Sicherheitsleute“ uns mit Gewalt entfernt hätten… Weil wir aufs Klo mussten. Nach einem Konzert, für das die 70 Euro für meine Karte noch wenig war, von dem, was wir im Laufe des Abends an Geld dortgelassen hatten, rede ich gar nicht…). Positiv wäre allerdings anzumerken, dass wir zwar wie Vieh im Klo-Vorraum gedrängt waren, aber lustig hatten wir es, nachdem der erste Ärger verflogen war. Ähm, Bono wird einen Song für uns armen, von bösen Securities unterdrückten Frauen schreiben, er weiß es nur noch nicht. 😉

    Und ganz am Schluss sind wir erst gar nicht in die blöde U2 reingekommen. Ich muss sicher nicht extra betonen, dass dort kein freundliches Wiener Linien-Personal stand, das uns sagen konnte, wie, was, wo, wann. U-Bahn-Garnituren sind ja auch massenweise unterwegs gewesen. Scherzerl. Manche haben wahrscheinlich eine Stunde oder noch länger gewartet, um endlich in die Station zu kommen. Hey echt, als hätten „U2“ heute völlig überraschend vor über 70.000 Menschen im Stadion gespielt!! Frag mich echt, wer den Schmarr’n genauso genehmigt hat, ohne entsprechende Maßnahmen für Sicherheit, Abtransport etc. zu setzen. Hauptsache irgendwer verdient dran. So scheint es leider. Bloß nicht das bisschen Hausverstand aktivieren, um die Konzertbesucher gut, rasch und sicher nachhause zu bringen. Und bitte schon gar nicht vielleicht zusätzliche Busse einzusetzen oder wenigstens den 84B durchfahren lassen. Umleiten? Gibt’s nicht, sollen die blöden Leute doch sehen, wer sie heimbringt…

    U2 wieder, aber bei Gastgebern, die es können

    Übrigens könnte das Ganze im Nachhinein auch ein Experiment gewesen sein. Eine Schulfreundin, die ich zufällig nach dem Konzert getroffen habe, hat wohl beobachtet, dass jemand die eingepferchten Menschen vor der Station „Stadion“ gefilmt hat. Vielleicht ein Lehrvideo der Wiener Linien? Mit dem Arbeitstitel „So nicht“??

    Vielleicht doch noch kurz etwas zu „U2“: Es war gut, aber nicht grandios (um eine liebe Freundin zu zitieren). Ich muss mal drüber schlafen. Trotzdem: Ein „U2“-Konzert gerne jederzeit wieder – allerdings dann sicher nicht in Wien!! 🙁